Aktuelles aus der AG

Lüchow - Dannenberg - Gartow

 


  • Auf hohem Niveau
    31. Pferdeverkaufstag: Starke Nachfrage nach Springtalenten aus Lüchow-Dannenberg

„Wir haben wieder die 50-Prozent-Marke geknackt", freute sich Hubertus Trapp aus Kähmen über die Verkaufsbilanz des 31. Pferdeverkaufstags. Am Wochenende wechselten zwölf der insgesamt 22 vorgestellten Tiere ihren Besitzer. Wer ein bestimmtes Pferd haben wollte, musste entschlussfreudig sein und zahlte nicht selten fünfstellige Beträge. Viele Aussteller und Käufer waren sich bereits vor einem Proberitt handelseinig. Weitere Pferde werden nochmals in den nächsten Tagen ausprobiert. „Zufriedene Kunden sind das beste Aushängeschild für unsere Veranstaltung", resümierte Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow.

Ein großes Interesse für springbetonte Reitpferde aus sporterprobten Dannenberger Stutenstämmen zeichnete sich bereits im Vorfeld ab: Bis zu 1500 Mal waren die im Internet beworbenen Verkaufspferde jeweils aufgerufen worden. Per Foto und Video konnten sich die potentiellen Käufer einen ersten Eindruck von den angebotenen Reitpferden machen. Auch Vielseitigkeits- und Verlasspferde standen hoch im Kurs auf dem für seine familiäre Atmosphäre geschätzten Verkaufstag.

Besonderen Wert bei der Zusammenstellung der Kollektion hatte die AG, die Vermittler des gebührenfreien Handels ist, auf sorgfältig ausgebildete, gut herausgebrachte Nachwuchspferde gelegt. Die hohe Qualität der Pferde aus Züchterhand lockte am Sonnabend nicht nur Stammkunden, sondern auch neue Kaufinteressenten in die weihnachtlich geschmückte Halle der Reitschule Dannenberg. Die mehrere Hundert Besucher kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Österreich. Zu den Gästen zählte ebenfalls der Ehrenvorsitzende des Hannoveraner-Verbands Friedrich Jahncke.
Text und Foto: B. Helmcke – 12. Dezember 2016

 

Mit nur einem Klick, erfahren Sie, welches Nachwuchstalent noch zu haben ist ...

  • Die Pferde für den Verkaufstag wurden gesichtet:
    Zum 31. Mal werden in Dannenberg Reitpferde aus Züchterhand angeboten

„Die Verkaufspferde wurden gesichtet. Wir können wieder eine hochwertige Kollektion anbieten", sagt Hubertus Trapp am Ende des Auswahltermins für den Dannenberger Verkaufstag zufrieden.

„Ob Nachwuchspferd, erfahrenes Turnier- oder reines Verlasspferd: Unser Verkaufstag ist von jeher eine gute Adresse für qualitätsvolle Reitpferde", so der Vorsitzende der Pferdezucht-AG Lüchow- Dannenberg-Gartow weiter. Nur ein Beispiel hierfür sei die Perigueux/Fabriano-Tochter aus der Zucht von Matthias Vorreier aus Aulosen, so Trapp. Die Stute mit Namen „Pia-Lotta" gehörte zur Kollektion des Verkaufstags im Jahr 2011 (Foto unten). In dieser Saison wurden die Achtjährige und ihre neue Besitzerin Hannoversche Landesmeister in Verden (Foto oben). Das Paar gewann die S*-Prüfung mit Stechen der Amazonen.

Bereits zum 31. Mal findet am Sonnabend, dem 10. Dezember in der festlich geschmückten Reitschule Dannenberg ein Reitpferdeverkauf aus Züchterhand statt. Gezeigt werden rund 25, überwiegend springbetont gezogene, sofort einsetzbare Pferde aus bewährten Stutenstämmen. Aber auch Empfehlungen fürs Dressurviereck umfasst das ausgesuchte Angebot. Der Handel erfolgt zwischen Pferdebesitzer und Kaufinteressent. Es fallen keine Gebühren an. Der Verkaufstag beginnt um 11 Uhr mit dem Freispringen und -laufen. Nach der anschließenden Präsentation der Pferde unter dem Sattel besteht die Gelegenheit, sie selbst auszuprobieren.

Videos und Fotos aller zum Verkauf stehenden Pferde sind voraussichtlich Anfang November online. Weitere Fragen beantwortet Hubertus Trapp unter (0171) 74 91 752.
Text: B. Helmcke, Fotos: T. Pantel (oben), digiart-LG (unten) - 22. Oktober 2016


  • Ein Pferd mit viel Qualität
    31 000 Euro für Brennenstuhl-Stute Valentina

Der zur Überschrift gehörige EJZ-Artikel ist nur einen Klick entfernt ...


  • Hohe Limits für Fohlen aus Lüchow-Dannenberg
    Luhmühlener Fohlenauktion feierte 25-jähriges Jubiläum

Zum 25. Mal fand jüngst die Luhmühlener Fohlenauktion statt. Carlson vom Dach, Cascalina, Ella und Quintora sind die Namen der Fohlen, die zu den begehrtesten gehörten. Für die vier Hannoveraner aus hiesiger Zucht griffen ihre neuen Besitzer mit 8200 Euro, 5200 Euro und jeweils 5000 Euro vergleichsweise tief in die Tasche. Durchschnittlich wurden für die insgesamt 52 veräußerten Fohlen 5296 Euro geboten. Das sind rund 800 Euro mehr als im Vorjahr. Die Preisspitze mit 23000 Euro bildete ein dressurbetonter Nachkomme von dem Hengst Buckingham.

Seitdem die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine (PZV) Lüneburg Nord die Auktion ins Leben gerufen hat, sind über 1000 Fohlen in die ganze Welt verkauft worden. Die Erfolge der ehemaligen Auktionsfohlen sprechen für sich: Mehr als 20 gekörte Hengste, drei Vize-Bundeschampion sowie diverse Europa- und Weltmeisterschaftsteilnehmer gingen aus ihnen hervor.

Einer der Hauptorganisatoren der Veranstaltung ist Jürgen Stuhtmann vom Lüneburger Bezirksverband. Als vieljähriger Richter der Fohlenschau kennt er die hiesigen Stutenstämme sehr genau. In diesem Jahr hat er insgesamt 13 Fohlen von Züchtern der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow für die Auktion zugelassen. „Bereits bei der Auswahl weiß er, welches Fohlen für welchen Kunden interessant sein könnte", begründet der stellvertretende Vorsitzende des Dannenberg PZV Jan Steffen den Erfolg der bei Käufer und Verkäufer beliebten Auktion.

Auch Jan Steffen hat sein Fohlen über die Jubiläumsauktion verkauft. Ella stammt von dem Hengst Edward und einer Rotspon-Mutter ab. Das Fuchsfohlen bleibt in Niedersachsen. Es zieht von Nebenstedt nach Sittensen um.

Teuerstes Springfohlen der Kollektion war „Carlson vom Dach". Der Mylord Carthago-Sohn ist aus der Zucht von Heinrich Meyer aus Meetschow. Unter seiner Reiterin Pénélope Leprévost gehörte der heute sechzehnjährige "Mylord Carthago" zu den weltbesten Springpferden. Neuer Besitzer seines Anfang März von einer Kolibri-Mutter geborenen Nachkommens ist das Gestüt Sprehe in Löningen.

Für einen abgesicherten Dannenberger Springstamm entschied sich der neue Besitzer von Cascalina (Foto). Die Cascalido/Count Grannus-Tochter aus der Zucht von Werner Lange aus Predöhlsau ist demnächst in einem privaten Springstall in Schneeverdingen zuhause. Ehemalige Besitzerin von Cascalina ist Züchtertochter Elena Lange aus Bussau.

Als Parcoursheld in spe empfiehlt sich die von Adolf Schulze in Lüsen gezogene Quintora. Auch bei diesem Stutfohlen von Qualito/Stakkato setzt der Allgäuer Käufer auf einen seit Generationen gepflegten hiesigen Springstamm.
Text und Foto: B. Helmcke – 20. September 2016


  • Nele kann’s am besten
    Hannoveraner-Jungzüchter ermittelten ihre Meister

Im Hannoveraner-Jungzüchterfinale in Verden belegten „Wienje" und Nele Stahlbock aus Breese in der Marsch (Foto) den elften Platz. In dem in vier Klassen unterteilten Wettbewerb schnitt die zwölfjährige Nele am besten von den vier hiesigen Teilnehmerinnen ab. Insgesamt wetteiferten 75 Kinder und Jugendliche um Titel und Trophäen. Außer Nele starteten für die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow: Laura Häusler aus Nebenstedt mit Hannoveraner- Wallach Leo, Julina Wrede aus Künsche mit Pony Amadeus und Cora Sauer aus Groß Gusborn mit Pony Willi. „Hoch motivierte junge Pferdeexperten, die nur noch ein wenig mehr Routine brauchen", ist sich Jungzüchtertrainerin Birgit Stute sicher.

Die Jungzüchter der Pferdezucht-AG plus mitreisende Helfer waren am Vorabend des Jungzüchterfinales mit großem Hallo in Verden empfangen worden. Wie immer waren sie bereits am Freitag anreist, um auf dem Gelände des Hannoveraner Verbands zu zelten. „Der Gemeinschaft wegen und um am nächsten Morgen fit für den Wettkampf zu sein", so Birgit Stute. Hannoveraner-Stute Wienje nahm es gelassen: Schließlich hat sie sich bereits sieben Mal mit ihrer Besitzerin Ineken Stute für das Jungzüchterfinale qualifiziert, einmal waren sie sogar Verbandsmeister. Die mehrfache Kreismeisterin Ineken widmet sich seit letztem Jahr neuen Herausforderungen: Sie vertritt mit dem Jugend-Team des Pferdesportverbands Hannover die Belange junger Reiter. Eingebettet war das Jungzüchterfinale in das Breitensportfestival Verdiana und die Deutschen Meisterschaften der Voltigierer.

Auf Jungzüchterwettbewerben werden das Wissen rund um Zucht und Haltung, das Herausbringen und Vorstellen des Pferdes an der Hand sowie, je nach Alter und Wettbewerb, die Beurteilung des Pferdeexterieurs abgeprüft. Richtig viel über Pferde weiß Julina: Sowohl im Finale als auch auf der Lüneburger Bezirksmeisterschaft bekam die Zwölfjährige die Höchstnote in der Theorie. Auf der Bezirksmeisterschaft Anfang August, die wegen des Verdachts auf Infektionskrankheit im Pferdebestand des Gastgebers kurzfristig nach Pattensen verlegt wurde, erzielten die Lüchow-Dannenberger Nachwuchszüchter mit Nele und Laura zwei Reservesiege. Die Ergebnisse der hiesigen Jungzüchter auf der Bezirksmeisterschaft dienten gleichzeitig dazu, die Kreismeister und damit die Finalistinnen zu ermitteln. „Einen weiteren tollen Auftritt hatten wir auf der Prignitz-Tierschau in Blüthen Anfang Juli", informierte Birgit Stute. Die rührige Trainerin aus Breese in der Marsch hatte, unterstützt von Züchterin Anja Sauer, einen länderübergreifenden Wettbewerb organisiert. Ihr Fazit: „Mit den Jungzüchtern aus Berlin- Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern können wir gut mithalten." Die Pferdezucht-AG zählt momentan 14 Juniorzüchter. Text und Foto: B. Helmcke – 2. September 2016


  • Krönender Karriereabschluss
    Lüneburger Elite-Championat: Galaxys Fohlen überzeugt auch in Beedenbostel

Auf dem Lüneburger Elite-Championat in Beedenbostel wurden die Besten der Besten ermitteln. Dort trafen sich die Sieger der regionalen Fohlen- und Stutenschauen der insgesamt 17 zum Bezirksverband Lüneburg gehörigen Pferdezuchtvereine (PZV). Die Arbeitsgemeinschaft der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow war mit fünf Fohlen vertreten, eins davon landete auf einem Medaillen-Rang.

Höchstbenotetes Fohlen aus Lüchow-Dannenberger Zucht war mit 8,58 Gesamtpunkten ein Qualito- Sohn aus einer Grundsteins Erbe- Mutter (Foto). Ute Meyer aus Meetschow hatte ihre Springstute, die auf den Namen Galaxy hört, mit dem jungen Vererber angepaart. Der Besitzer des Ausnahmefohlens ist Heinrich Meyer, Vorsitzender des PZV Gartow.

Für die Merkmalsgruppe „Bewegung und Elastizität" schriebt das Richtertrio der Bezirksschau dem kecken Fuchs die Noten 9,0 und besser ins Protokoll. Mit dieser Bewertung errang der Youngster, zusammen mit einem notengleichen Starter, Platz 2 in der Abteilung der springbetont gezogenen Hengstfohlen. Der Gesamtsieger der hiesigen Fohlenschau erhielt bereits in Lüchow die Zulassung für die Luhmühlener Auktion. „Ein krönender Abschluss von Galaxys Zuchtkarriere", freute sich Ute Meyer. Auf Familienbeschluss gehe die 21-jährige Stute nun in den wohlverdienten Ruhestand, informierte die Züchterin.
Text und Foto: B. Helmcke – 12. Juli 2016


  • Starker Regen, starke Auftritte
    Hannoveraner-Züchter präsentierten Pferdenachwuchs: Springbetonte
    Hengstfohlen brillierten

 

Als die letzte Abteilung der Fohlenschau beginnt, verdunkelt sich der Himmel bedrohlich, kurz darauf bricht ein Gewitter los, es gießt wie aus Eimer. Aussteller, die mit ihren Pferden nahe des Schauplatzes auf ihren Auftritt gewartet haben, Richter und Zuschauer suchen Schutz unter Regenschirmen, Bäumen oder im Zelt. Nach dem Starkregen zieren wagenradgroße Wasserpfützen die Dreiecksbahn auf dem Lüchower Mehrzweckplatz. Davon unbeeindruckt ziehen die springbetonten Hengstfohlen ihre Bahnen, nutzen die Pfützen als willkommenen Anlass ihr Talent in Szene zu setzen.

 

Einer, der das besonders gut konnte, war ein Qualito-Sohn aus einer Grundsteins Erbe-Mutter aus dem Zuchtstall Meyer in Meetschow (Foto). Mit der Gesamtnote 9,42 kürte das Richtertrio den Ende Mai geborenen Fuchs erst zum Sieger der springbetonten Hengstfohlen und dann zum höchstbenoteten Fohlen des Tages.

 

„Eine hochkarätige Schau“, bilanzierte Dr. Burchard Bade, der auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow als Richter gekommen war. Er erinnere sich noch genau daran, wie er als Assistent des Celler Landstallmeisters 1973 das erste Mal anlässlich einer Stutenschau im Landkreis war. „Seitdem sind die Stämme erfolgreich weiterentwickelt worden. Daran hat Deckstellenleiter Eckhart Wrede einen großen Anteil“, stellte Dr. Bade fest.

 

Das Urteil des ehemaligen Landstallmeisters spiegelte sich auch in der Anzahl der für die Auktionen ausgewählten Fohlen wieder. Von allen zum Verkauf stehenden Fohlen erhielten sieben die Zulassung für Luhmühlen. Zwei der vorgestellten Fohlen wurden bereits für eine Verdener Auktion angenommen. Drei Mal zückten die Richter die Höchstnote 10,0 als Einzelnote für die Merkmalgruppe „Typ und Gebäude“ oder „Bewegung und Elastizität“. Insgesamt nahmen Dr. Bade und seine Richterkollegen Jürgen Stuhtmann vom Lüneburger Bezirksverband sowie der stellvertretende Vorsitzende des Hannoveraner- Verbands Hermann Jürgen Rump 39 Nachkommen von 27 Hengsten in Augenschein.

 

Sehr zufrieden mit der überdurchschnittlich gut besuchten Schau zeigte sich auch Hubertus Trapp, Vorsitzender der Pferdezucht-AG: „Wir haben qualitätsvolle Fohlen gesehen. Besonders freut mich, dass die Springfohlen sich inzwischen auf hohem Niveau stabilisiert haben.“
Text und Fotos: B. Helmcke – 3. Juni 2016

 

Die Ergebnisse der Fohlenschau finden Sie unter dem Punkt "Fohlenschau"


  • Eine Schau, zwei Siegerinnen
    Kombinationstermin Hannoveraner-Stutenprüfung und –schau: Jury kürte erstmals dressur- und springbetonte Schausiegerin (Foto)

Warum nicht auch noch eine Siegerstute Springen ausloben, schließlich sei man hier in der Hochburg der Hannoveraner-Springpferdezucht, befand die Jury und kürte erstmals zwei Dannenberger Schausiegerinnen. Dressurbetonte Siegerstute der Stutenschau wurde eine Spörcken-Tochter aus einer Connery/T.-Mutter. „An dieser Stute gibt es einfach nichts zu meckern“, schwärmte Sarah Handke. Die Assistentin des Celler Landstallmeisters und ihre Richterkollegen hatten den Rappen zunächst auf Platz eins der Vierjährigen gesetzt. Auf dem Schlussring, auf dem alle Klassensiegerinnen sich noch einmal dem kritischen Blick der Juroren stellen, wurde die Stute dann zur großen Freude von Franka Hartwig zur Gesamtsieger Dressur auserkoren. Die Dreizehnjährige aus Neuwallmoden hatte das Tier erst Ende letzten Jahres von ihren Eltern geschenkt bekommen.

Springbetonte Siegerstute wurde eine Plot Blue/For Keeps-Tochter aus der Zucht von Dr. Jürgen Lehner aus Müggendorf. Die überragende Siegerin der Klasse der dreijährigen Prüfungsstuten gehörte mit der Wertnote 9,25 zu den vier höchstbenoteten Stuten des Freispringens im Rahmen der Zuchtstutenprüfung am Vormittag in der Reitschule Dannenberg. Nicht zu toppen aber war das Prüfungsergebnis der von Uwe Brennenstuhl aus Lüchow gezogenen Valentino/Singular Joter-Tochter. Hier vergab das Richtergremium aus Sarah Handke, dem stellvertretenden Zuchtleiter des Hannoveraner-Verbandes Ulrich Hahne, dem zweiten Vorsitzenden des Lüneburger Bezirksverbands Jürgen Stuhtmann und der Turnierrichterin Sonja Bley die Höchstnote 10,0 für Springmanier und –vermögen.

Die Klasse der „Dreijährigen ohne Prüfung“ war die stärkste. In der springbetonten Abteilung siegte ebenfalls eine Stute aus dem Stall Lehner.  Der Copin van de Broy/Chacco-Blue- Nachkomme begeisterte besonders durch ein solides Fundament. Klassenbeste der vierjährigen Prüfungsstuten wurde eine von Likoto xx/Edinburgh abstammende Braune. Die in Aulosen von Familie Vorreier gezogene Halbblutstute hatte eine 8,75 für ihre Rittigkeit erhalten. Die Klasse der Zweijährigen gewann eine typvolle Dressurstute von Fürstenball aus einer Fidertanz-Mutter (Foto). Züchter der Ausnahmestute, die auf dem Schlussring leider fehlte, ist Otto Schillmann aus Köhlen.

Mit einen 1.-Preis bedacht wurde die Familie der Gricu von Gloster/Waldstar xx. Sie gewann konkurrenzlos den Familienwettbewerb. Claudia Kubat aus Beetzendorf stellte die 21-jährige Stute mit ihren Töchtern von Perigueux und Cellestial vor. „Eine bedeutende Stute, mit der sich die Zucht lohnt“, kommentierte die Jury.

Bei bestem Wetter wurden insgesamt 43 Einzelstuten und eine Familie auf dem Hauptplatz im Hermann- Stolte-Stadion gezeigt: 18 Stuten erhielten einen 1a-Preis, davon zwölf eine Anwartschaft auf die Hannoveraner-Prämie. Zehn Anwartschaften sowie sechs von sieben Klassensiegen gingen auf das Konto der hiesigen Züchter. Das Angebot ihre am Vormittag geprüften Stuten zu zeigen, nutzten 11 von 20 Stutenbesitzern. Der Kombinationstermin steht allen Hannoveraner-Züchtern offen. „Bei uns hat Pferdezucht einen hohen Stellenwert und das schätzen Besucher und Beschicker gleichermaßen“, resümierte Hubertus Trapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) der PZV.
Text und Foto: B. Helmcke – 17.Mai 2016

Die Ergebnistabelle der Stutenschau finden Sie unter dem Punkt "Stutenschau"


  • Sportpartner der Zukunft
    Hannoveraner-Züchter präsentierten acht Fohlen auf dem Regionaltag „Reiten“

Unter dem Motto „Sportpartner der Zukunft“ zeigte die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow am Maifeiertag acht Fohlen auf dem Trainingsturnier des Reit- und Fahrvereins Dannenberg. Zahlreiche Pferdebegeisterte nutzen die Gelegenheit, die von Splietaus Deckstellenleiter Eckhart Wrede zusammengestellte kleine Auswahl in Augenschein zu nehmen. Gezeigt wurde Nachwuchs von über das Landgestüt Celle angebotenen Hengsten sowie ein Fohlen des Privathengstes Bon Coeur. „Schmuckstücke der Hannoveraner-Zucht“, gab Heinrich Behrmann den Züchtern und Zuschauern Rückmeldung zur Qualität des Pferdenachwuchses. Der Hengstaufzüchter war aus Stedebergen ins Hermann-Stolte-Stadion gekommen, den zwei bis acht Wochen alten Nachwuchs zu kommentieren. Unterstützt wurde er dabei von dem Vorsitzenden des Lüneburger Bezirksverbandes Dieter Köneke aus Nienhagen.

Den Auftakt machte ein Sohn des Hengstes Lissaro van de Helle aus einer Aarking xx- Mutter (Foto). Den bei Hans-Wilhelm Carmienke in Platenlaase geborenen kecken Braunen hätte Kommentator Behrmann „am liebsten eingepackt und mit nach Hause genommen“. Dass ein springbetont gezogenes Fohlen sich auch hervorragend bewegen kann, bewies das Diacontinus/Natiello xx- Stutfohlen von Familie Kaiser aus Lüsen. Das Hengstfohlen von Rotspon/Warkant aus der Zucht von Matthias Vorreier aus Aulosen erhielt von Kommentator Köneke das Prädikat „bewegungsstark“. Sein Favorit aber war eine Bon Coeur/Federweisser-Tochter „mit viel Grundschwung“, der der Pferdeexperte eine steile Sportkarriere prophezeite. Züchterin der Hoffnungsträgerin ist Gesine Jahncke aus Bückau. Mit seiner Tochter freute sich Friedrich Jahncke, Ehrenvorsitzender des Hannoveraner Verbandes, der die Vorführung von der Tribüne aus verfolgte.

Bei dem von Uwe Brennenstuhl aus Lüchow gezogenen Londontime/Laudabilis-Stutfohlen war es vor allem die „hervorragende Selbsthaltung“, die den Hengstaufzüchter aus Stedebergen zum Schwärmen brachte. Eine „sehr gute Oberlinie“ bescheinigte Behrmann dem Viscount/Singular Joter-Stutfohlen aus der Zucht von Eckhard Jagotke, Karmitz. Das von Heino Grabow, Seybruch, ausgestellte Bonaparte AA/Crazy Classic-Hengstfohlen machte besonders durch ein gutes Fundament auf sich aufmerksam. Für sich einzunehmen wusste ein federleicht daher kommender, weiblicher Nachkomme von Don Romanow. Anja Eisel aus Lübchin hatte den Hengst mit einer Weltruhm-Mutter angepaart. Um das Fohlen zu zeigen, war sie 200 Kilometer gefahren. “Das nenne ich Engagement“, anerkannte Hubertus Trapp, Vorsitzender der Pferdezucht-AG.
Text und Fotos: B. Helmcke – 4. Mai 2016


  • Mit uns muss man rechnen“
    Pferdezuchtverein Gartow zog Bilanz und ehrte erfolgreiche Züchter
      

„Ob auf dem Dannenberger Freispringwettbewerb, den Schauen der Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine oder den Verkaufsveranstaltungen - immer sind Pferde von unseren Mitgliedern stark vertreten und meistens ganz weit vorne“, stellte Heinrich Meyer in der Meetschower Gaststätte Herter fest. Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung ließ der Vorsitzende des Pferdezuchtvereins (PZV) Gartow in seinem Rückblick keinen Zweifel daran, dass man mit dem kleinsten der drei hiesigen Pferdezuchtvereine rechnen muss. Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung der im letzten Jahr erfolgreichen Züchter (Foto). Über einen Zinnbecher für die von ihm gezogene Likoto xx-Tochter (xx steht für englisches Vollblut) aus einer Edinburgh-Mutter freute sich Matthias Vorreier aus Aulosen. Der Geschäftsführer des PZV Gartow erhielt die Auszeichnungen für den Sieg seiner Stute auf der Schau in Dannenberg. Die Braune gewann die Klasse der „Dreijährigen ohne Zuchtstutenprüfung“. Vorreier nahm ebenfalls eine Ehrenurkunde des Verbands für die von ihm ausgestellte Stutenfamilie entgegen. Die drei Weltruhm-Töchter aus der Stute Donna des Oldenburger-Hengstes Don Jonne bekamen einen 1a-Preis und belegten Platz zwei des Familienwettbewerbs. Mit der Verleihung der Hannoveraner-Prämienanwartschaft auf der Stutenschau unterstreicht der Verband den züchterischen Wert einer Stute. Erst nach erfolgreich abgelegter Zuchtstutenprüfung (ZSP) und Kehlkopfuntersuchung sowie der Geburt eines Fohlens wird die Anwärterin zur Titelträgerin. Auf der Versammlung gab es nun die Urkunden zur Anwartschaft. Heinrich Meyer erhielt den begehrten Titel für seine Charilan/Kolibri-Tochter. Heino Hergenröther aus Prezelle nahm die Urkunde für seine Embassy/Narew xx-Tochter entgegen. Diese hatte sich mit ihrem Springvermögen hervorgetan, das die Richter der ZSP mit 9,5 von 10 beurteilten. Auch die Spörken/Weltruhm-Tochter, gezogen von Matthias Vorreier und im Besitz von Neumitglied Jutta Heinemann aus Solingen, glänzte mit guten Noten im „Stutenabitur“. Sie wurde Reservesiegerin der diesjährigen Prüfung in Wickrath, Region Niederrhein. Die Urkunde zur Anwartschaft, die die Stute im letzten Jahr in Dannenberg bekam, steht noch aus. Gestütsoberwärter Eckhart Wrede erinnerte daran, Stuten, die für die ZSP und die Stutenschau am 6. Mai in Dannenberg vorgesehen sind, umgehend anzumelden. Telefonische Anmeldungen nimmt die Deckstelle Splietau entgegen. Der dort neu stationierte Springvererber Escudo I wird gut frequentiert, berichtete Wrede. „Seinetwegen stehen gerade zwei Stuten aus Österreich sowie je eine aus Flensburg, Coburg und Magdeburg auf der Deckstelle“, so der Gestüter weiter. Aus Uelzen angereist war Gastredner Hans-Heinrich Oetjen von der Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Nordost Niedersachsen. Er hielt einen Vortrag mit dem Titel „Wölfe fressen kein Gras!“, in dem er über die von Wölfen potentiell ausgehenden Gefahren informierte. „Wir vertreten ihre Interessen“, versprach er den Pferdezüchtern in der sich anschließenden lebhaften Diskussion. Im vergangenen Haushaltsjahr buchte Geschäftsführer Vorreier 623 Euro Einnahmen, denen Ausgaben in Höhe von 550 Euro gegenübergestanden. Dank eines Übertrags von 1374 Euro aus 2014 schloss die Vereinskasse am 31. Dezember 2015 mit einem Guthaben von 1447 Euro ab. Die derzeitige Mitgliederzahl beträgt 44, davon sind 21 aktiv. Der Stutenbestand des Vereins beläuft sich auf 55 Stuten. Die Fohlenrundreise des PZV Gartow ist für den 10. Juni geplant.
Text und Foto: B. Helmcke – 19. April 2016


  • Asti’s Amsterdam-Tochter sprang am besten
    9. Dannenberger Freispringwettbewerb: Abteilungssiege fest in AG-Hand - Familie Kaiser verteidigt Siegertitel bei den Fünf- und Sechsjährigen

„Wir haben talentierte junge Springpferde mit hochinteressan-ten Abstammung gesehen“, lautete der Richterkommentar am Ende des 9. Freispringwettbewerbs der Pferdezucht-AG Lüchow, Dannenberg und Gartow. Diese seien noch besser herausgebracht und vorbereitet gewesen als im Vorjahr, lobten der Trainer und Ausbilder Pico Hannöver sowie Joachim Winter, erster Hauptsattelmeister des Niedersächsischen Landgestüts Celle. Sie müssen es wissen, denn die Pferdeexperten kamen bereits zum zweiten Mal als Richter in die sorgfältig hergerichtete Halle der Reitschule Dannenberg.

Tages- und Abteilungssiegerin der Vierjährigen wurde eine Tochter von Asti’s Amsterdam aus einer Askanier-Mutter (Foto oben). Die Braune mache einen super Job am Sprung, schwärmte Pico Hannöver. Die von Hagen Schünemann aus Möllendorf in der Altmark ausgestellte Stute begeisterte neben Springmanier und –vermögen durch Gleichmäßigkeit, Einstellung und Abgeklärtheit. Kein Wunder, dass sich für die Parcoursheldin von Morgen gleich mehrere Käufer interessierten. Handelseinig wurde Hagen Schünemann, Mitglied des Dannenberger Pferdezuchtvereins (PZV), mit einem Talententdecker aus dem Kreisgebiet. Züchter des seinerzeit über das Landgestüt Celle angebotenen Deckhengstes Asti’s Amsterdam ist Wilhelm Struck aus Groß Gusborn.

Die Abteilung der Dreijährigen gewann ein Comte/Embassy- Nachkomme (Foto), ausgestellt vom Vorsitzenden des PZV Gartow Heinrich Meyer aus Meetschow. Die Stute nahm den 1,50 Meter hohen Oxer scheinbar mühelos. Die Jury attestierte der Dunkelbraunen „viel Übersicht am Sprung mit einer fantastischen Vorderbeintechnik“. Bei den Fünf- und Sechsjährigen, die unter freiem Himmel über vier Sprünge geritten wurden, setzten die Experten einen Wallach von Levistan/Gibraltar an die Spitze. Mit diesem Sieg verteidigte Familie Kaiser aus Lüsen ihren Titel aus dem Vorjahr. Der von Wiebke Kaiser weit geförderte Schimmel überzeugte in allen drei Beurteilungsmerkmalen. Der Deckhengst Levistan stammt aus der Zucht von Werner Kaiser. Familie Kaiser ist Mitglied im Lüchower PZV.

Fünf Stunden lang harte das rund 150 Personen starke Fachpublikum aus, um hervorragende Leistungen zu sehen. Die höchste vergebene Punktzahl des Tages war 26,6 von 30 möglichen Punkten. Keiner der insgesamt 32 Starter, bei drei nicht bewerteten Pferden, blieb unter 21,0 Punkte. Für 28 Prozent der Teilnehmer gab es Werte von 24,0 und besser. Die Abteilungssieger des für alle Rassen und auch für Nicht- Mitglieder offenen Wettbewerbs waren ausnahmslos Hannoveraner.

Die hiesigen Jungzüchter nahmen den Wettbewerb zum Anlass, um sich in der Bewertung von Springpferden zu üben. Alle Ehrenpreise sowie die Zuschauerbewirtung in der Halle wurden gesponsert. „Während andere Freispringwettbewerbe mangels Interesse abgesagt werden, ist unser Wettbewerb nach wie vor ein fester Termin für Beschicker, Pferdefreunde und Kaufinteressenten“, freute sich der AG- Vorsitzende Hubertus Trapp.
Text und Fotos: B. Helmcke – 11. April 2016

Um zur Starterliste, zu den Ergebnissen und zu weiteren Fotos des Freispringwettbewerbs zu gelangen, klicken Sie bitte einmal auf diesen Schriftzug …


  • „Das Wir und die Mühe sind deutlich zu erkennen“
    PZV Dannenberg ehrte erfolgreiche Züchter - Jasmin Deegen-Miest und Heino Grabow neu im Vorstand

„Das Wir und die Mühe sind deutlich zu erkennen“, würdigte Jürgen Stuhtmann auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Dannenberger Pferdezuchtvereins (PZV) die vielfältigen Aktivitäten der Pferdezucht-AG. In seinem Bericht über Neuerungen im Verband betonte der zweite Vorsitzende des Lüneburger Bezirksverbands, wie wichtig es sei, Bewährtes stetig weiterzuentwickeln, um im Wettbewerb zu bestehen. So komme man auch an der genomische Selektion zum Nachweis der Vererbungskraft  nicht vorbei“, erklärte Stuhtmann den 43 Besuchern im Gasthaus Grönecke in Breese in der Marsch.

Zu Beginn der Veranstaltung aber zog Hubertus Trapp Bilanz für den Dannenberger PZV. Hochzufrieden war der erste Vorsitzende mit den Erfolgen der Züchter und Züchterinnen auf regionalen und überregionalen Veranstaltungen. Er erinnerte an den Sieg des Asti´s Amsterdam/Latouro-Sohnes in der Abteilung der Dreijährigen auf dem Dannenberger Freispringwettbeweb. Dieser stammt, wie auch der Reservesieger, vom Züchterhof Wilhelm Struck in Groß Gusborn.

Siegerin der AG-Stutenschau wurde eine vierjährige Stute von Chico’s Boy-Matador xx gezogen von Bernhard Iser aus Sipnitz und im Besitz von Brigitte Neubert vom PZV Braunschweig. Die Stutenschau des PZV Uelzen gewann eine dreijährige Belissimo M/Fürst Grandios-Tochter aus dem Besitz von Ilse und Wilhelm Niebel aus Quartzau. Beide Stuten erhielten die Hannoveraner-Prämienanwartschaft. Auch auf der AG-Fohlenschau machte Dannenberger Nachzucht Furore: An die Spitze der dressurbetonten Hengstfohlen ging ein von der Zuchtgemeinschaft Steiner & Geisler, Breese, gezogener Finest/Sarkozy- Nachkomme. Sieger der springbetonten Hengstfohlen wurde ein Viscount/Colway Bold xx-Nachkomme aus der Zucht von Gesine Jahncke aus Bückau. Dieser erzielte auf der Lüneburger Bezirksschau Platz drei. Einer der Stars der Verdener Juli-Auktion war ein Quaid I/Crazy Classic-Sohn aus der Zucht von Jürgen Kastens, Splietau. Der vierjährige Wallach kam für 22000 Euro unter den Hammer.

Eine Ehrenurkunde vom Verband für die von ihnen gezogenen Hannoveraner-Prämienanwärterinnen gab es für die Zuchtgemeinschaft Deegen aus Langendorf sowie Klaus-Dieter Wagner aus Tewswoos. Für ihren Einsatz zum Wohl der Züchter wurden Neumitglied Miriam Steffen, Nebenstedt, sowie Werner Lange geehrt. Der Predöhlsauer war viele Jahre Vorstandsmitglied und erster Vorsitzender.

Einstimmig in ihrem Amt bestätigt wurden der erste Vorsitzende Trapp sowie dessen Vorstandskollegen Gesine Jahncke und Jan Steffen. Letzteren wählten die Mitglieder zum stellvertretenden Vorsitzenden. Zurück im Vorstand ist Heino Grabow aus Seybruch. Er tritt an die Stelle von Lange, der nicht länger zur Wahl stand. Neu im Vorstand ist Jasmin Deegen-Miest aus Langendorf.

Gitta Hielscher buchte im letzten Jahr 1796 Euro Einnahmen und 2407 Euro Ausgaben. „Die rundum gelungene 100-Jahr-Feier des PZV hat ihren Tribut gefordert“, erklärte die Geschäftsführerin. Dank des Vortrags von 4099 Euro aus 2014 schloss die Vereinskasse am 31.12.2015 mit 3488 Euro dennoch deutlich positiv ab. Mit je sechs Ein- und Austritten sei die Mitgliederanzahl von 123 konstant geblieben, erklärte Gitta Hielscher. Insgesamt zähle der Verein 106 eingetragene Stuten und 63 aktive Mitglieder.

Neben den Kurzberichten aus den Bereichen Jungzüchter, Landgestüt Celle und dem Bezirksverband hörte das Fachpublikum einen Vortrag über die Rückkehr des Wolfes in die Lüneburger Heide. Hans-Heinrich Oetjen von der Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Nordost Niedersachsen  informierte über die vom Wolf - mutmaßlich - ausgehende Bedrohung. „Der Wolf ist kein Kuscheltier, er ist ein Raubtier“, so Oetjen. Den Erfahrungen der Interessensgemeinschaft nach sei der Herdenschutz durch entsprechende Zäunung sowie den Einsatz von Hunden, Eseln und Lamas nicht ausreichend. Wird ein durch Wölfe verursachter Schaden vermutet, sei es für die Entschädigung unerlässlich den Tatort abzusichern und alle Begleitumstände zu dokumentieren, so der Pferdeexperte. Erst dann sollten Polizei, Tierarzt und Wolfsbeauftragter gerufen werden.
Text und Foto: B. Helmcke – 21. März 2016


  • “Man schaut auf Lüchow-Dannenberg”
    Pferdezuchtverein Lüchow: Vorsitzender Thomas Kaiser im Amt bestätigt

Zum Zeitungsbericht hier entlang ...


  • Neu in Splietau
    Hannoveraner-Freunde begrüßten Vererberlegende Escudo I

Die Ankunft von Gestütsoberwärter Eckhart Wrede in Splietau eröffnet traditionell die Zuchtsaison. Für gut vier Monate beziehen Gestüter und Hengst (Foto) die zur Besamungsstation Roydorf gehörige Deckstelle des Niedersächsischen Landgestüts Celle. Während sich Eckhart Wrede nun schon in der 13. Saison um die Belange der Lüchow-Dannenberger Züchter kümmert, ist Deckhengst Escudo I neu auf der Station.

Jüngst trafen sich rund sechzig Hannoveraner-Freunde zu einem gemeinsamen Frühstück, um über die ersten geborenen Fohlen zu sprechen und den neu aufgestallten Beschäler in Augenschein zu nehmen. Zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine Lüchow, Dannenberg und Gartow.

Präsentiert wurde der selbstbewusste Rappe an der Hand. Der Espri-Sohn aus einer Arkansas-Mutter absolvierte seine Hengstleistungsprüfung als Gesamtsieger und Sieger im Springindex. Fünfjährig gewann er das Hannoveraner Springpferdechampionat auf dem Dobrock (Foto mit Friedrich Jahncke) und den Vizetitel beim Bundeschampionat. Mit seinem ständigen Reiter Joachim Winter war Escudo I bis Klasse S erfolgreich und wurde 2009 schließlich zum Hannoveraner-Hengst des Jahres gekürt. Seinen Sportgeist hat der 25-jährige Springvererber bis dato an rund 700 als Turnierpferd eingetragene Nachkommen weitergegeben. Einige davon stammen aus Lüchow-Dannenberg, so wie das von Meike Fischer gezogene Springpferd Escapado. Unter seiner Reiterin Monika Niederländer ist der Escudo I- Sohn inzwischen international im schweren Parcours für Österreich unterwegs.
Text und Foto: B. Helmcke, Foto mit Friedrich Jahncke: M. Schreiner – 8. März 2016


  • Selbstbewusst und sprunggewaltig
    Verdener Januar-Auktion: Reitpferd aus Meetschow kommt für 30000 Euro unter den Hammer

Auch wenn sein Name es vermuten lässt: Von einem Prahler oder Wichtigtuer hat Piefke (Foto) nichts. Im Gegenteil, er hält, was sein Pedigree verspricht. Kein Wunder also, dass sich auf der Januar-Auktion in Verden gleich mehrere Bieter um den sechsjährigen Springakrobaten rissen. Den Zuschlag aber bekam ein Privatmann aus Nordrheinwestfalen. Er kaufte den Wallach für 30000 Euro als Nachwuchspferd für seinen 16- jährigen Sohn.

Selbstbewusst sei Piefke schon immer gewesen, erinnerte sich sein Züchter Heinrich Meyer. „Mit zweieinhalb Jahren konnten wir ihn nicht mehr auf der Weide halten“, so Meyer, „immer wieder ist er über den Zaun gesprungen, um einer benachbarten Schafherde einen Besuch abzustatten“.

Ausgebildet und gefördert wurde der Perigueux-Sohn aus einer Calypso II-Mutter auf der Reitanlage von Familie Meyer in Meetschow. Der 1,72 m-große Braune hat schon reichlich Turniererfahrung in Springpferdeprüfungen der Klasse A und L. „Eine Schleife hat er immer mit nach Hause gebracht“, erzählte Malene Meyer. Seine bisher größten Erfolge hatte Piefke im Alter von vier Jahren in Verden und Hannover. „Bei dem Hannoveraner Championat anlässlich des Internationalen Spring- und Dressurfestivals behauptete er sich im Finale unter den Top 8. Auf dem Hallenturnier im Rahmen der Messe Pferd & Jagd beendete er zwei Prüfungen als Reservesieger“, informierte die Züchtertochter.

Für Heinrich Meyer, Vorsitzender des Gartower Pferdezuchtvereins, ist das nicht das erste erfolgreiche Springpferd, das er aus Piefkes Mutter gezogen hat. Die aus der Zucht von Gerhard Dieckmann aus Holtorf stammende Stute brachte ihm ebenfalls einen über die Verdener Auktion veräußerten Charilan- Nachkommen sowie einen mittlerweile in Springpferdeprüfungen der Klasse M siegreichen Quidam’s Rubin-Sohn.

Ebenfalls einen neuen Besitzer fand ein von Joachim Heuer aus Großwitzeetze gezogener Hengst von Edward/As di Villagana. Das doppeltveranlagte Pferd kam für 8500 Euro unter den Hammer. Der vierjährige Braune hat eine Box im Oldenburger Münsterland bezogen. Er wird ab sofort von einem jungen Dressurausbilder geritten. Mit 30000 Euro liegt der Zuschlagspreis von Piefke deutlich höher als der Durchschnittspreis von 17244 Euro. Das teuerste Springpferd, eine Clinton/Calypso II-Tochter, war ihren neuen Besitzern 130000  Euro wert. Den Höchstpreis von 150000 Euro aber erzielte ein dressurbetont gezogener Londontime/Cordoba- Sohn. Insgesamt 40 der 92 versteigerten Reitpferde verlassen Deutschland.
Text: B. Helmcke, Foto: digiart-LG – 6. Februar 2016


  • Trapp neuer Vorsitzender 
    Jahresabschlusssitzung der Pferdezucht-AG: erfolgreiche Veranstaltungen, aktives Vereinsleben

„Kaum zu glauben, dass deine Amtszeit schon vorbei ist“, kommentierten die Vorstandsmitglieder der drei hiesigen Pferdezuchtvereine (PZV) die Übergabe des AG-Vorsitzes. Herzlich dankten sie dem turnusmäßig ausscheidenden Vorsitzenden Thomas Kaiser vom PZV Lüchow (links im Foto) für die umsichtige Leitung der Arbeitsgemeinschaft (AG) der PZV Lüchow, Dannenberg und Gartow. Als neuen Vorsitzenden setzte der Gesamtvorstand auf seiner Jahresabschlusssitzung im Dannenberger Gasthof „Hannoveraner“ Hubertus Trapp aus Kähmen (rechts im Foto) ein. Die Neubesetzung der AG-Spitze erfolgt im Drei-Jahres-Rhythmus. Das Amt wird abwechselnd von einem der drei PZV-Vorsitzenden wahrgenommen. Ab sofort hat der Dannenberger Verein den Vorsitz inne.

Zuvor aber ließ Thomas Kaiser noch einmal die AG-Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren. Als durchweg gelungen bezeichnete der Hannoveraner-Züchter aus Lüsen die Schauen, Wettbewerbe, Verkaufsaktivitäten und geselligen Treffen der AG. Dass die Veranstaltungen von Mitgliedern und Besuchern so gut angenommen werden, sei Grund zur Freude, aber auch Ansporn sie stetig weiterzuentwickeln, so Kaiser. Neben dem 30. Dannenberger Pferdeverkaufstag hob er besonders die 170-Jahr-Feier der Deckstelle Splietau hervor. Die Karten für die vom Celler Gestütsoberwärter Eckhart Wrede organisierte Jubiläumsfeier waren bereits Wochen zuvor vergriffen. „Wir führen ein aktives Vereinsleben“, freute sich Kaiser.
Text und Foto: B. Helmcke – 14. Januar 2016


  • 50-Prozent-Marke geknackt
    Rekordergebnis auf 30. Pferdeverkaufstag – Ehrung der Initiatoren und Mitstreiter
      

„Wir haben die 50-Prozent-Marke geknackt“, freut sich Hubertus Trapp über die Verkaufsbilanz des 30. Pferdeverkaufstags. Bis zum Ende des Tages wechselten 15 der zum Verkauf stehenden Tiere ihren Besitzer. „Weitere Pferde werden in den nächsten Tagen nochmals Probe geritten“, wusste der Vorsitzende des Pferdezuchtvereins Dannenberg weiter zu berichten. Springbetonte Reitpferde aus sporterprobten Stutenstämmen standen am höchsten in der Gunst des Publikums, aber auch Vielseitigkeits- und Fahrpferde fanden ihre Abnehmer.  

„Kein Vergleich mit dem ersten Pferdeverkaufstag in 1985“, so Thomas Kaiser. Da sei es nur ein verkauftes Pferd gewesen, erinnerte der Vorsitzende der veranstaltenden Pferdezucht-AG in seiner Jubiläumsansprache. Doch die damaligen Vereinsvorsitzenden der PZV und Initiatoren Fritz von Blottnitz, Dr. Matthias Herbst und Horst Seide glaubten daran, dass qualitätsvolle Reitpferde aus Züchterhand auch fernab der großen Zentren zu vermarkten sind. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, wie sich schon bald herausstellte.

Nur einen Verkaufstag ausgelassen hat Reitstallbesitzer Hermann Haane aus Essen. Wie die anderen treuen Gäste des Verkaufstags kommt er immer wieder gerne in die festgeschmückte Reithalle von Christa Westermann, um hoffnungsvolle Talente zu entdecken. Ebenfalls ein Mann der ersten Stunde ist der ehemalige AG-Geschäftsführer Karl-Ekkehard Lietzing, der nach wie vor im Meldebüro Kopfnummern an die Beschicker ausgibt. Die 30. Auflage des Dannenberger Pferdeverkaufstags sei ein Grund zu feiern und sich bei der Mutter und den Vätern des Erfolgs mit Präsentkörben zu bedanken, fanden die Veranstalter.

Die mehrere Hundert Besucher des 30. Verkaufstags kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und den Nachbarländern. Unter den Gästen waren Hans-Hermann Rump, stellvertretender Vorsitzender des Hannoveraner-Verbands, und der Ehrenvorsitzende Friedrich Jahncke. Ein Neukunde aus der Schweiz sicherte sich gleich zwei sorgfältig ausgebildete Parcourshelden aus der Kollektion. Als besonders positiv nannte er das qualitätsvolle Angebot, den direkten Kontakt zum Züchter und die familiäre Atmosphäre.
Text und Fotos: B. Helmcke - 16. Dezember 2015

Hier geht’s zu den Pferden des Verkaufstags, die noch zu haben sind....